Data Loss Prevention: Datenschutzkonform einsetzen

Data Loss Prevention (DLP) ist ein wichtiges Instrument, um sensible Informationen vor unbefugtem Abfluss zu schützen. Um den Einsatz von DLP mit dem Datenschutz vereinbar zu machen, müssen Unternehmen technische Kontrollen, organisatorische Regeln und den Beschäftigtendatenschutz zusammenführen.

Warum ist Data Loss Prevention datenschutzrelevant?

DLP-Systeme verhindern unzulässige Datenübertragungen. Sie können beispielsweise personenbezogene Daten per E-Mail, vertrauliche Dateien in Cloud-Dienste oder geschäftliche Dokumente auf USB-Speicher kopieren verhindern. Das System erkennt Inhalte, Metadaten und technische Ereignisse, wie Kreditkartennummern, Kundenlisten oder vertraulich klassifizierte Dateien.

Die datenschutzrechtliche Relevanz liegt darin, dass das System personenbezogene Daten von Beschäftigten verarbeitet. Es macht nachvollziehbar, wer zu welchem Zeitpunkt welche Datei weitergeben wollte, welche Empfängeradresse verwendet wurde oder welcher technische Vorgang einen Alarm ausgelöst hat.

Wie wird Data Loss Prevention datenschutzkonform geplant?

Der datenschutzkonforme Einsatz von DLP-Systemen beginnt vor der Beschaffung und technischen Einführung. Das Unternehmen sollte das konkrete Schutzproblem beschreiben, eine nachvollziehbare Risikobetrachtung durchführen und mögliche Szenarien identifizieren. Basierend auf den Risiken sollte festgelegt werden, welche Datenquellen überwacht werden müssen.

Eine datenschutzfreundliche Konzeption setzt sich möglichst früh ein. Ein System kann bereits vor dem Versand einer E-Mail warnen, wenn ein Anhang sensible Daten enthält oder ein externer Empfänger ausgewählt wurde. Dies ist oft effektiver und weniger eingriffsintensiv als die spätere Auswertung eines personenbezogenen Protokolls.

Für jede Verarbeitung personenbezogener Daten durch ein DLP-System muss eine Rechtsgrundlage bestehen. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass der Einsatz wirklich erforderlich ist und nicht übermäßig verfahrensintensiv ist.

Quelle: www.dr-datenschutz.de