Seit der Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung an die Bundesverwaltung ist es fünf Jahre her. Diese Maßnahme, basierend auf der E-Rechnungsverordnung des Bundes (E-RechV), war ein wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung.
Wachsende Akzeptanz und Volumen
Die Zahl elektronischer Rechnungen hat kontinuierlich gestiegen. Über die Zentralen Rechnungseingangsplattformen des Bundes gingen mehr als 14 Millionen E-Rechnungen ein, von denen allein im Oktober 2025 265.255 eingereicht wurden. Die Anzahl der registrierten Rechnungssender ist ebenfalls gestiegen: Ende Oktober 2025 waren knapp 80.000 Rechnungssender auf der OZG-RE registriert, und fast 20.000 Neuregistrierungen wurden seit Mai 2025 verzeichnet.
Dialogformate und Schulungen
Die Einführung der E-Rechnung erforderte eine Umstellung bestehender Prozesse und Arbeitsweisen. Um den Umstieg zu erleichtern, wurden Informationsformaten bereitgestellt, darunter die zentrale Webseite mit FAQs, Tutorials oder Bedienhilfen. Individuelle Schulungen und Sprechstunden waren besonders in der Anfangsphase entscheidend, um Unsicherheiten abzubauen und Vertrauen aufzubauen.
Etabliert hat sich das Behördenforum als zentrale Netzwerkveranstaltung für die Informationsausweise zu Neuerungen zum Fachverfahren. Es ermöglichte eine dialogische Formatted Informationen ausgetauscht und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Aktuelle Entwicklungen
Im Rahmen der Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung (Bund) wurde das Projekt „D-Easi – E-Rechnungseingang automatisiert, sicher, integriert“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, die Rechnungsbearbeitung in der unmittelbaren Bundesverwaltung zu automatisieren und effizienter zu gestalten.
Die Zusammenführung der Zentralen Rechnungseingangsplattformen (ZRE) und der OZG-RE zum 19. September 2025 war ein weiterer Schritt in Richtung einer digitalen Einheit. Dies ermöglicht eine effizientere Verarbeitung und Vernetzung von E-Rechnungen.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung an die Bundesverwaltung einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung geleistet hat. Mit fortschreitenden Entwicklungen und weiteren Projekten wie D-Easi wird das Potenzial der E-Rechnung voll ausgeschöpft, was nicht nur die Effizienz in der Verwaltung, sondern auch die Transparenz und den Umgang mit Finanzdokumenten verbessern kann.
Quelle: e-rechnung-bund.de