Top DSGVO-Bußgelder im September 2026: Einblicke in aktuelle Prüfungsschwerpunkte

In September 2026 haben Datenschutzaufsichtsbehörden erhebliche Bußgelder verhängt, um Unternehmen zur Vervollkommnung ihrer Datenschutzpraktiken zu zwingen. Diese Bußgelder bieten Einblicke in die aktuellen Prüfungsschwerpunkte und Sanktionspraxis der Behörden.

Google Ireland Ltd.: Standortdaten ohne ausreichende Transparenz

In einem Fall, der von der irischen Datenschutzkommission (DPC) verhandelt wurde, erhielt Google Ireland Ltd. ein Bußgeld von 403 Millionen Euro. Die DPC stellte fest, dass die Verarbeitung von Standortdaten zwischen Mai 2018 und Februar 2020 nicht rechtmäßig, transparent und zweckgebunden erfolgte. Nutzer wurden nicht ausreichend darüber informiert, dass ihre Daten für Werbezwecke genutzt werden konnten, und die Daten wurden länger als erforderlich gespeichert.

BBVA Italia: Widerspruch gegen Direktwerbung

Die italienische Datenschutzbehörde (GPDP) verhängte ein Bußgeld von 5,5 Millionen Euro auf die Bank BBVA Italia. Obwohl der Kunde ausdrücklich Widerspruch gegen Direktwerbung eingelegt hatte, wurde ihm trotz deaktivierter Benachrichtigungen weiterhin Werbung geschickt. Die Behörde berücksichtigte als erschwerenden Faktor, dass BBVA bereits zuvor mit einer Entscheidung wegen ähnlicher Verstöße beanstandet worden war.

Beide Fälle unterstreichen die Bedeutung von Transparenz und dem umfassenden Umsetzen von Widersprüchen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Datenschutzpraktiken den DSGVO-Grundsätzen entsprechen und dass Nutzerinformationen klar und verständlich sind.

Quelle: www.dr-datenschutz.de