Top 5 DSGVO-Bußgelder im August 2026

In diesem Beitrag werden wir uns mit den aktuellen DSGVO-Bußgeldern vertraut machen, die in einem bestimmten Monat verhängt wurden. Besonders auffällig ist der Fall von Uber, das wegen automatisierter Fahrerkonten-Sperren ein Bußgeld von 825 Millionen Euro erhielt.

Uber: Automatische Kontensperre und hohe Bußgelder

Uber hat zwischen 2018 und 2022 Fahrerkonten vollautomatisiert durch Algorithmen sperren lassen, ohne die Betroffenen ausreichend zu informieren oder eine echte menschliche Kontrolle vorzusehen. Die niederländische Aufsichtsbehörde Autoriteit Persoonsgegevens wertete den Verstoß gegen Artikel 22 DSGVO als besonders schwerwiegend und verhängte ein Bußgeld von 825 Millionen Euro.

Der Fall zeigt, dass wiederkehrende Verstöße zu einer deutlich höheren Bußgeldkondition führen können. Uber hat bereits mehrere Bußgelder erlitten, was den Unternehmen eine wichtige Warnung gibt, stets sorgfältig mit automatisierten Entscheidungsprozessen umzugehen.

Lab Pharma: Verstoß gegen Kooperationspflicht und hohe Bußgelder

Ein weiterer Fall, der in den Fokus geriet, betrifft das norwegische Pharmaunternehmen Lab Pharma. Die norwegische Aufsichtsbehörde Datatilsynet verhängte ein Bußgeld von 17.835 Euro wegen Verletzung der Kooperationspflicht nach Artikel 31 DSGVO.

Lab Pharma reagierte auf die Ermittlungsmaßnahmen der Aufsichtsbehörde mit abfälligen E-Mails an ihre Mitarbeiter, in denen Drohungen und Angriffe enthalten waren. Das Unternehmen ignorierte eine Frist zur Beantwortung der Fragen der Behörde.

Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit einer kooperativen Haltung gegenüber den Aufsichtsbehörden und zeigt, dass selbst kleine Verstöße gegen DSGVO-Regelungen zu hoher Bußgeldkondition führen können. Eine positive Kooperation kann nicht nur das Unternehmen vor Konflikten schützen, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung verbessern.

Die oben genannten Fälle geben einen Einblick in die aktuelle Sanktionspraxis der Datenschutzaufsichtsbehörden und deren Haltung gegenüber wiederkehrenden Verstößen. Unternehmen sollten daher stets sorgfältig darauf achten, dass sie ihre Datenschutzpflichten erfüllen und sich kooperativ verhalten, um mögliche Risiken zu minimieren.

Quelle: www.dr-datenschutz.de